Die Eheschließung

Formen der Eheschließung

 


Standesamtliche Trauung
Die standesamtliche Trauung ist die gesetzliche Registrierung der Ehe. In Deutschland ist sie die einzige, die rechtlich bindend und wirksam ist. Die Eheschließung wird im sogenannten Heiratsregister eingetragen. Trauzeugen sind bei dieser Eheschließung keine Pflicht, jedoch ist es üblich, dass zwei Trauzeugen gewählt werden. Es ist erlaubt bis zu vier Trauzeugen zu benennen. Die Eintragung in das Heiratsregister wird von den Eheleuten, vom Standesbeamten und den Trauzeugen unterzeichnet.

 

Kirchliche Trauung
Die kirchliche Trauung hat in der christlichen Tradition eine ganz besondere Bedeutung. Der Bund zwischen Mann und Frau wird im Beisein von Gott besiegelt. Vor der kirchlichen Trauung muss seit 2009 nicht zwingend eine standesamtliche Trauung erfolgen, jedoch ist zivilrechtlich nur die standesamtliche Trauung wirksam. Die Zeremonien während der Trauung weichen bei den verschiedenen Glaubensrichtungen voneinander ab.

Katholische Trauung
Die katholische Trauung findet in einer katholischen Kirche oder Kapelle statt. Die Ehe wird in Gegenwart eines Priesters oder Diakons und mindestens zwei Trauzeugen geschlossen. Voraussetzung ist, dass mindestens einer der Eheleute der katholischen Kirche angehört. In der katholischen Kirche gehört die Ehe zu den sieben heiligen Sakramenten. Während der Trauung werden die Ringe getauscht. Bei Katholiken werden die Eheringe auf der linken Seite getragen da, diese näher am Herzen ist.

Protestantische Trauung
In der protestantischen Kirche ist die Ehe kein Sakrament. Die bereits standesamtlich geschlossene Ehe wird in der protestantischen Kirche nur noch eingesegnet und bestätigt. In der Vergangenheit waren bei dieser Trauung keine Zeugen vorgesehen, aber in der heutigen Zeit ist es durchaus üblich Trauzeugen zu benennen. Dies ist im Vorfeld mit dem jeweiligen Pfarrer zu besprechen. Während der Trauung werden die Ringe getauscht und an den rechten Ringfinger gesteckt. Die rechte Seite symbolisiert das Gute und man sagt, die rechte Hand sei mit der Hand Gottes verbunden.

Orthodoxe Trauung
Die Ehe wird von einem orthodoxen Priester im Beisein von zwei Trauzeugen geschlossen. Voraussetzung ist, dass mindestens einer der Eheleute sowie einer der Trauzeugen orthodox getauft wurde. Der Traugottesdienst der orthodoxen Kirche besteht aus zwei Teilen, der „Verlobung“ und der eigentlichen Hochzeit, auch „Krönung“ genannt. Beide Teile werden in der Regel direkt nacheinander vollzogen. Die Eheringe werden auf der rechten Seite getragen.

Ökumenische Trauung
Die ökumenische Eheschließung beschreibt die Verbindung zweier unterschiedlicher Glaubensrichtungen. Hierbei entscheidet das Paar, in welcher Kirche es heiraten möchte. Es ist möglich die Ehe von zwei Pfarrer schließen zu lassen. Hierbei muss das Brautpaar im Vorfeld mit beiden Pfarrern sprechen und die Optionen abwägen.

Die freie Trauung

Die freie Trauung hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen und wird von den meisten unserer Brautpaare gewählt. Bei der freien Trauung können religiöse Elemente eingebaut werden, sie müssen es aber nicht. Diese Art von Trauung lässt sich individuell gestalten. Anders als bei kirchlichen Trauungen ist eine Taufe keine Voraussetzung. Die freie Trauung kann an jedem beliebigen Ort stattfinden.

 

 

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